ETA 2671: kompaktes Automatikwerk, Daten und Hebewinkel

Das ETA 2671 ist ein kompaktes Automatikwerk mit Zentralsekunde und Datum. [1] Für die Einordnung sind drei Fragen besonders hilfreich: Welche Maße gehören zum Werk, welche Laufzeit nennt die zugehörige Quelle und welcher Hebewinkel gilt für eine Zeitwaagenmessung?

Dieses Profil beruht auf ETA-Unterlagen. Es wurde kein eigenes Exemplar geöffnet oder gemessen. Die Daten bestätigen daher weder die Ausstattung einer angebotenen Uhr noch deren aktuellen Wartungszustand.

ETA 2671: acht Angaben aus den Herstellerunterlagen

MerkmalAngabe zum ETA 2671
Werkdurchmesser17,20 mm; 7¾ Linien
Werkhöhe4,80 mm
AutomatikaufzugIn beiden Rotordrehrichtungen wirksam
AnzeigeStunde, Minute, Zentralsekunde und Datum im Fenster
Kalender / ZeigerstellenHalbinstantaner Datumswechsel, Schnellkorrektur; Sekundenstopp
Frequenz28.800 Halbschwingungen/h; 4 Hz
Lagersteine / Reguliersystem25; ETACHRON
GangreserveTypisch 44 Stunden; technische Mitteilung: mindestens 38 Stunden
Angaben aus [1–2]. Mindest- und typischer Wert sind unterschiedlich bezeichnet und keine eigenen Messergebnisse.

Kleines Werk bedeutet nicht automatisch kleine oder flache Uhr

Ein Werkdurchmesser ist für die Konstruktion wichtig, beantwortet aber keine vollständige Passformfrage. Beim Vergleich fertiger Uhren müssen auch Gehäuse, Bandanstöße und Aufbau über dem Zifferblatt berücksichtigt werden. Ein Foto des Rotors ersetzt diese Maßangaben nicht.

Gesuchte GrößeWas hier bekannt istWas zusätzlich benötigt wird
WerkdurchmesserWert in der ParametertabelleKein Ersatz für den Gehäusedurchmesser.
WerkhöheHöhe des KalibersGesamthöhe der Uhr einschließlich Glas und Boden.
Passform am ArmAus dem Kaliber allein nicht bestimmbarGehäuseform, Länge über die Bandanstöße und Bandanschluss.
Redaktionelle Zuordnung der Messgrößen; keine zusätzlichen Maßangaben zu einer bestimmten Uhr.

Der Leitfaden Uhrenmaße richtig lesen hilft beim Abgleich eines Angebots. Für eine vorhandene Uhr sollten die Angaben möglichst unter derselben Referenz gesammelt werden, statt Werte verschiedener Modelle zu kombinieren.

Aufzug, Kalender und Sekundenstopp getrennt betrachten

Beidseitiger Automatikaufzug beschreibt die Wirkung der Rotordrehung. [1] Das ist keine Anweisung, die Krone zum Aufziehen beliebig in beide Richtungen zu drehen. Die Erklärung einseitiger und beidseitiger Automatikaufzug ordnet die Begriffe ein.

Für Kronenstellungen, Aufziehen und Kalenderkorrektur gilt die Anleitung der konkreten Uhr. Dieses Profil nennt keine unbelegte Anzahl von Kronenumdrehungen und kein pauschales Zeitfenster für die Datumsschnellkorrektur. Fehlt die passende Anleitung, sollte sie vor der Bedienung beim Uhrenhersteller angefragt werden.

Der dokumentierte Sekundenstopp hilft beim Synchronisieren. Er ersetzt weder eine Gangmessung noch die Prüfung, ob das Exemplar zuverlässig weiterläuft. Beobachtungen wie stockende Zeiger oder ein unklarer Datumswechsel gehören mit Uhrzeit und Bedienzustand in die Notizen; daraus lässt sich allein noch keine Ursache ableiten.

49° Hebewinkel: den Dokumentstand mitnotieren

Die technische Mitteilung nennt auf Seite 1 einen Hebewinkel von 49°. Ihre Versionshistorie verzeichnet für den 24.03.2016 eine Korrektur des Hebewinkels; der gelesene Gesamtstand ist vom 19.11.2018. [2] Das ist eine Dokumenthistorie und kein hier belegter Produktionswechsel.

Für eine Messung lohnt sich deshalb ein Eintrag mit Kaliber, Dokumentversion und Geräteeinstellung. Der Hebewinkel an der Zeitwaage beeinflusst die berechnete Amplitude. Ihn so zu verändern, bis ein erwarteter Wert erscheint, würde die Beobachtung unbrauchbar machen. Dieses Profil liefert keinen pauschalen Sekunden-pro-Tag-Grenzwert für alle Uhren mit diesem Kaliber.

Laufzeit und Zustand: vier Fragen für eine belastbare Notiz

FrageNützliche Dokumentation
Worauf beruht die Werkzuordnung?Referenz, Herstellerangabe und Quelle festhalten.
Welche Laufzeit wird verglichen?Bezeichnung des Quellenwerts und Ausführung notieren.
Wie wurde die eigene Laufzeit beobachtet?Vorbereitung, Start, Stillstand und zusätzlichen Aufzug erfassen.
Welche Änderung ist geplant?Bauteil, Fehlerbild und Werkstattprüfung getrennt dokumentieren.
Redaktionelle Checkliste ohne eigene Prüfmuster oder Reparaturfreigabe.

Beim Messen der Gangreserve sind saubere Ausgangsbedingungen wichtiger als eine einzelne Zahl ohne Erklärung. Der Leitfaden Uhrwerk-Datenblätter lesen hilft dabei, eine Herstellerangabe von einem beobachteten Ergebnis zu unterscheiden.

Auch die Zahl der Lagersteine liefert allein kein Qualitätsurteil über eine gebrauchte Uhr. Soll das Uhrwerk ersetzt werden, sind genaue Ausführung und Einbausituation zu prüfen. Ein ähnlicher Durchmesser ist keine Kompatibilitätsfreigabe.

Leere Vorlage für die eigene Dokumentation

Nur belegte Angaben eintragen. Unbekannte Werte bleiben offen; Herstellerwerte und eigene Beobachtungen gehören in getrennte Felder.

Uhrenreferenz / belegtes Kaliber: __________
Quelle / Dokumentversion / Abrufdatum: __________
Bestätigte Werk- und Gehäusemaße, getrennt: __________
Laufzeit: Quellenwert / Startbedingungen / eigenes Ergebnis: __________
Zeitwaage: Hebewinkel / Lage / Aufzug / Ergebnis: __________
Offene Frage / Hersteller- oder Werkstattantwort: __________

English summary

The ETA 2671 is a compact automatic movement with date and stop-seconds. Keep movement dimensions separate from watch dimensions, and record the source version for reserve and timing-machine settings. No watch was tested for this profile.

Quellen und Transparenz

[1] ETA: Produktportal 2671. Maße, Anzeigen, beidseitiger Automatikaufzug, ETACHRON und typische Gangreserve.

[2] ETA: Technische Mitteilung CT 2671 FDE 485604, Version 16, 19.11.2018. Seite 1: technische Werte; Seite 24: Dokumenthistorie einschließlich Hebewinkelkorrektur.

Redaktioneller Stand: 20. Oktober 2026. Ausgewertet wurden das ETA-Produktportal und die bezeichnete technische Mitteilung. Keine eigene Messung, pauschale Gangtoleranz, Aussage zur aktuellen Lieferbarkeit oder Teilefreigabe. Die Checklisten sind redaktionelle Hilfen.

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