Archivnotiz: Dieser Beitrag erschließt den ursprünglichen Goldgena-Einstieg /design-update/. Grundlage ist der gelesene französische Entwicklungsbericht mit dem Artikelkopf 22. Juni 2016, gespeichert am 26. Juni. Am Artikelende steht zusätzlich der 24. Juni; die Bedeutung dieser zweiten Datumszeile bleibt offen. Die folgende Darstellung ist eine heutige redaktionelle Einordnung des damaligen Stands, kein eigener Produkttest. [1]
Zwischen dem ersten Entwurf vom Mai 2016 und den späteren Kollektionstexten lag eine Phase offener Gestaltungs- und Fertigungsfragen. Der Juni-Beitrag dokumentiert diese Zwischenstufe. Schon die Mai-Quelle hatte ETA 2893 als mögliche Alternative zum in den Illustrationen verwendeten MIYOTA 82S7 genannt. [3]
Vom frühen Modell zur technischen Ausarbeitung
Der Juni-Bericht nennt einen ersten 3D-Druck und 41 mm als vorläufig passenden Größenstand. An Bandanstößen, seitlichem Ausschnitt und Lünette sah das Team noch Änderungsbedarf. Die geplanten Arbeitsschritte lauteten: [1]
| Geplanter Schritt | Damals angesetzter Zeitraum | Zweck im Entwicklungsablauf |
|---|---|---|
| Gestaltung und Ergonomie | 2 Wochen | Form und Proportionen anhand weiterer Modelle überarbeiten. |
| Technische Ausarbeitung | 3–4 Wochen | Konstruktion sowie Angebote und Produktionskalkulation klären. |
| Realistischer Prototyp | 8–10 Wochen | Das Modell als Ganzes überprüfen. |
Ein Formmodell kann Fragen zur Gestaltung unterstützen, ersetzt aber keinen Funktionsnachweis einer fertigen Uhr. Aus diesen Zeitansätzen wird hier weder ein gesicherter Produktionstermin noch ein Lieferdatum errechnet. Ebenso werden 41 mm nicht als nachgemessenes Maß eines späteren Serienexemplars ausgegeben.
Für die Bewertung solcher Entwicklungsstufen bietet der heutige Leitfaden Uhrenprototypen beurteilen eine Checkliste zu Musterkennung, verbauten Teilen und dokumentierten Prüfungen. Er hilft dabei, die im Juni beschriebenen Gestaltungsarbeiten von einem belegten Funktionstest zu unterscheiden.
Zwei damalige Herkunftsszenarien
Die Originalseite stellte zwei Werkvarianten mit einer TTO-Beschreibung gegenüber. Folgende Angaben sind dem damaligen Projekttext zugeschrieben: [1]
| Position | MIYOTA-Variante | ETA-2893-Variante |
|---|---|---|
| Design | Schweiz | Schweiz |
| Projektkoordination („Orchestration“) | Schweiz | Schweiz |
| Uhrwerk | Japan | Schweiz |
| Gehäuse | China | China |
| Zifferblatt | China | China |
| Armband | China/Italien | China/Italien |
| Einschalen des Uhrwerks | China | Schweiz |
| „Swiss-made“ auf der Originalseite | Nein | Ja |
Die getrennten Zeilen machen deutlich, warum eine Herkunftsangabe präzisiert werden muss: Werk, Gehäuse und Einschalen sind verschiedene Positionen. Die Tabelle nennt Länder, aber keine durch diese Redaktion geprüften Fertigungsstätten oder Chargen. Die Bezeichnung „China/Italien“ wird ohne erfundene Aufteilung übernommen. Den damaligen Transparenzansatz erläutert das TTO-Archiv.
Beim Schweizer Werk bleibt dieses Archiv bei der damaligen Schreibweise ETA 2893. Der Zusatz „-2“ wird nicht nachträglich eingesetzt. Das heutige Datenprofil zum ETA 2893-2 hilft beim technischen Quellenvergleich, identifiziert jedoch kein tatsächlich geliefertes Exemplar dieses frühen Entwurfs.
Rückmeldungen sind ein eigener Quellentyp
Der Bericht nennt für seine Herkunftsumfrage einen Zwischenstand von 42 % / 42 % / 16 %: für die dort als Swiss Made nach Swissness bezeichnete Variante, für die nicht als Swiss Made bezeichnete Variante und für vollständig schweizerische Fertigung. [1] Diese Projektangabe wird nicht als repräsentative Marktstudie behandelt. Ohne nachvollziehbare Auswahl und Auswertung lässt sich daraus weder die Nachfrage einer Gesamtbevölkerung noch die Qualität einer Variante bestimmen.
Der Platz dieses Kapitels im Projektverlauf
Die archivierte Projektstartseite ordnet /design-update/ dem Juni-Kapitel zu und führt danach ein eigenes Juli-Kapitel zur weiteren Designentwicklung auf. [2] Das bestätigt den Gegenstand dieses alten Einstiegs: eine Entwicklungsstufe, keine allgemeine Seite für heutige Neuigkeiten.
Das anschließende Juli-Archiv zur Gehäuseentwicklung dokumentiert drei weitere Entwurfsrichtungen, überarbeitete Maßangaben und den damals verschobenen Entwicklungsplan.
Die späteren, bereits erschlossenen Stände behandeln das Archiv zum besonderen Uhrwerk und zur weiteren Entwicklung sowie die zwei Entwürfe und der Name CODE41 im September. Die übergreifende Projektchronologie von 2016 bietet Orientierung zu den weiteren Archivthemen.
English summary
This archive covers Goldgena’s June 2016 development update. It distinguishes planned development steps and historical component-origin descriptions from proof about a completed or delivered watch. The original ETA 2893 designation is retained without adding a suffix. Survey percentages remain attributed to the project rather than presented as representative market research.
Quellen und Transparenz
[1] Goldgena: Nous faisons le point sur le développement – Originalaufnahme vom 26. Juni 2016. Gelesener französischer Artikeltext, Artikelkopf 22. Juni, weitere Datumszeile 24. Juni. Quelle für Entwicklungsplan, Herkunftstabelle und Umfrageangaben. Kommentare und Abstimmungswidgets werden nicht als technische Verifikation verwendet.
[2] Goldgena: ursprüngliche Projektstartseite – Aufnahme vom 5. September 2016. Der damalige Kapitelplan verknüpft den Juni-Eintrag mit /design-update/ und führt einen separaten Juli-Eintrag unter /evolution-design auf.
[3] Goldgena: First design – englische Originalaufnahme vom 17. Mai 2016. Bereits erschlossene Vorstufe mit dem in den Illustrationen verwendeten MIYOTA 82S7 und ETA 2893 als erwogener Alternative.
Redaktioneller Stand: 15. Oktober 2026. Verwendet wurden gelesene Originalseitentexte. Dies ist eine redaktionelle Erschließung, keine wortgetreue oder visuelle Wiederherstellung. Alte Bilder, Abstimmungen und Anmeldeformulare wurden nicht nachgebaut. Es liegen dieser Darstellung keine eigenen Messungen eines damaligen Prototyps oder einer ausgelieferten Uhr zugrunde.
Hinweis zum heutigen Betreiber: Diese Website ist kein offizieller Auftritt des früheren Goldgena-Projekts oder von CODE41. Der heutige Betreiber ist im Handel mit VSF-Replikauhren tätig und mit vsf-kaliber.de verbunden. Die historischen Quellen beziehen sich auf das damalige Projekt und sind keine Empfehlung dieses heutigen Geschäfts.