Beim NH34A wird der zusätzliche zentrale 24-Stunden-Zeiger separat eingestellt. Das unterscheidet seine GMT-Bedienung vom Miyota 9075 mit unabhängig verstellbarer lokaler Stunde. [3–5] Hier werden Herstellerunterlagen erklärt; ein eigenes Prüfmuster wurde nicht untersucht.
Was das NH34A anzeigt
TMI führt das NH34 als Automatikwerk mit zentraler GMT-Anzeige, Stunde, Minute, Sekunde und Datum. Es besitzt Handaufzug und Sekundenstopp. [1, 3] Der zusätzliche Zeiger wird an einer passenden 24-Stunden-Skala abgelesen. Welche Zeit er zeigen soll, sollte vor dem Einstellen feststehen: etwa die Heimatzeit oder eine andere Referenz.
Eine zweite Zeitanzeige beantwortet zunächst eine Bedienfrage. Sie sagt noch nichts über die Regulierung oder den Zustand der fertigen Uhr aus. Wer die Begriffe zuerst zuordnen möchte, findet die Grundlagen unter GMT-Uhr einstellen: Ortszeit, Referenzzeit und Datum.
Acht technische Angaben zum NH34A
| Merkmal | Herstellerangabe |
|---|---|
| Aufzug und Zeiteinstellung | Automatik, Handaufzug und Sekundenstopp |
| Anzeigen | Stunde, Minute, Sekunde, zentraler 24-Stunden-Zeiger und Datum |
| Durchmesser | 27,40 mm; 29,36 mm mit Zifferblatthaltering |
| Werkhöhe | 5,32 mm |
| Frequenz | 21.600 Halbschwingungen pro Stunde; 3 Hz |
| Lagersteine | 24 |
| Laufzeit | Mehr als 41 Stunden nach Vollaufzug, Prüflage Zifferblatt oben |
| Statischer Gang | −20 bis +40 Sekunden pro Tag unter den dokumentierten Messbedingungen |
Für die statische Gangmessung nennt der Technical Guide 10 bis 60 Minuten nach Vollaufzug, keine aktive Kalenderschaltung und die Lagen Zifferblatt oben, 9 oben und 6 oben. Der angegebene Hebewinkel beträgt 53°. [3] Die Bedeutung dieses Eingabewerts erklärt Hebewinkel an der Zeitwaage.
Ein kurz gemessener Gangwert ist kein vollständiger Tragetag. Auch Werkhöhe und Laufzeit dürfen nicht als bereits geprüfte Eigenschaften einer konkreten Uhr ausgegeben werden. Zu einer eigenen Messung gehören unter anderem Aufzug, Messlage, Dauer, Gerät und die Identifikation des Exemplars.
Krone und Datum: die Funktionen auseinanderhalten
Nach TMI dient die zweite Rastung zum Einstellen von Stunde und Minute; dabei ist auf die Tag-/Nachtzuordnung zu achten. In der ersten Rastung wird gegen den Uhrzeigersinn das Datum, im Uhrzeigersinn der 24-Stunden-Zeiger korrigiert. In Normalstellung ist Handaufzug im Uhrzeigersinn vorgesehen. [3, 4] Die Drehrichtung bezieht sich auf den Blick auf das äußere Kronenende.
Die Datumsschnellkorrektur soll zwischen 21:00 und 04:00 Uhr nicht benutzt werden. TMI warnt für dieses Fenster vor einer Fehlfunktion. [4] Maßgeblich ist die angezeigte Zeit samt Tag-/Nachtstellung der Uhr. Das ist keine pauschale Anleitung für jedes andere GMT-Kaliber.
Vor einer Korrektur die Anleitung zum konkreten Uhrenmodell prüfen; sie muss auch einen möglichen Kronenverschluss berücksichtigen. Bei unklarer Tag-/Nachtstellung zuerst diese Zuordnung klären. Nach dem Einstellen die Krone entsprechend der Modellanleitung schließen. Weitere Hinweise bietet Datum einstellen und Herstellerhinweise richtig lesen.
NH34A und Miyota 9075: welcher Zeiger wird korrigiert?
Das Profil zum Miyota 9075 erläutert dessen eigenen Einstellweg. Für den direkten Vergleich sind drei Fragen hilfreicher als ein pauschales „besseres GMT-Werk“:
| Frage | NH34A | Miyota 9075 |
|---|---|---|
| Welcher Stundenzeiger lässt sich separat korrigieren? | Der zusätzliche 24-Stunden-Zeiger. | Der lokale 12-Stunden-Zeiger, in Ein-Stunden-Schritten. |
| Wie erfolgt die Datumskorrektur in der ersten Rastung? | Eigene Datumskorrektur über die zugeordnete Drehrichtung. | Über die lokale Stunde: zwei volle Zeigerumläufe entsprechen einem Kalendertag. |
| Welche Bedienaufgabe wird dadurch erleichtert? | Eine zweite Referenzzeit anpassen. | Die Hauptanzeige beim Ortswechsel anpassen. |
Daraus folgt für die Praxis: Eine vertraute Kronenbewegung hat nicht bei beiden Werken dieselbe Wirkung. Wer zwischen Uhren wechselt, sollte zuerst Kaliber, Rastung und tatsächlich bewegten Zeiger zuordnen. Eine unabhängige Ortsstunde ist keine automatische Aussage über besseren Gang; eine separat einstellbare GMT-Anzeige ist ebenso wenig ein Mangel.
Auch beim Ablesen lohnt eine feste Zuordnung. Ein Foto sollte erkennen lassen, welche Skala zum 24-Stunden-Zeiger gehört und wie eine drehbare Lünette steht. Ein scheinbar falscher Zeitversatz kann sonst aus unterschiedlichen Ablesebedingungen entstehen. Eine Funktionsbeobachtung sollte deshalb Anzeige und Skala gemeinsam dokumentieren.
NH34A statt NH35A: keine pauschale Austauschzusage
Das NH35A besitzt in der TMI-Funktionsmatrix keine zusätzliche GMT-Anzeige. [3] Dass zwei Werke zur gleichen Familie gehören oder dieselbe nominelle Höhe haben, genügt deshalb nicht als Einbaunachweis für eine bestimmte Uhr.
Bei einem Umbau müssen insbesondere der zusätzliche Zeiger und sein Freiraum, Zifferblatt, Zeigeraufnahme, Gehäuseaufnahme, Aufzugswelle und Datumsfenster zur konkreten Ausführung passen. Der Wert 5,32 mm allein beschreibt nicht alle Abstände einer montierten Uhr. Diese Prüfung gehört in fachkundige Hände; Uhrwerk tauschen: erforderliche Unterlagen und Prüfungen hilft bei der Vorbereitung. Hier wird keine Austauschbarkeit zugesagt.
Herkunft und Beobachtungen getrennt festhalten
TMI nennt beim NH34 als mögliche Werkherkunft Japan oder Malaysia. [1] Die Kaliberbezeichnung allein legt damit keinen dieser Orte für ein einzelnes Exemplar fest. Sie beantwortet außerdem nicht, wo Gehäuse und Zifferblatt gefertigt oder die fertige Uhr montiert wurden.
Die folgende Vorlage trennt belegte Angaben von offenen Fragen. Für Gang- und Laufzeitversuche ergänzt das Uhren-Prüfprotokoll die kurze Funktionsbeobachtung. Nicht untersuchte Punkte bleiben ausdrücklich offen.
1. Uhr / Referenz / Kaliberangabe und ihr Beleg: [eintragen] 2. Passende Anleitung / Fassung / Quellenadresse: [eintragen] 3. Hauptzeit mit Datum und Tag-Nacht-Zuordnung: [eintragen] 4. Gewünschte GMT-Referenz / 24-Stunden-Skala / Lünettenstellung: [eintragen] 5. Beobachtete Anzeige / Kronenstellung / Zeitpunkt / Foto: [eintragen oder nicht geprüft] 6. Separate Messungen / Herkunftsbelege / offene Fragen: [eintragen oder nicht untersucht]
English summary
The NH34A separately adjusts its 24-hour hand; the Miyota 9075 separately adjusts the local hour hand. Check the instructions for the actual watch before operating the crown. Similar dimensions do not establish interchangeability. This article interprets manufacturer documents; no physical sample was tested.
Quellen und Transparenz
[1] TMI: Mechanical Movement, Abschnitt NH34. GMT-Anzeige, Frequenz, Sekundenstopp, Lagersteine und mögliche Herkunft des Werks.
[2] TMI: NH34A, Specification and Drawing, Deckblatt. Durchmesser mit und ohne Zifferblatthaltering sowie Werkhöhe; Fassung vom 13. Juni 2025.
[3] TMI: NH3 Series, Technical Guide, gedruckte Seite 1. Funktionsmatrix einschließlich NH34A, Gangangabe, Laufzeit und Messbedingungen; Dokument vom 25. Juni 2025.
[4] TMI: NH3 Series, Operation, Version 02. NH34A-Kronenfunktionen und Zeitfenster für die Datumskorrektur; einzelne PDF-Seite, gedruckte Seite 18.
[5] MIYOTA: Cal. 9075, Instruction manual, Seite 2. Vergleich: unabhängig verstellbare lokale Stunde und Datum über den Stundenzeiger.
Redaktioneller Stand: 19. Oktober 2026. Grundlage sind vier TMI-Veröffentlichungen und eine MIYOTA-Anleitung, keine fünf unabhängigen Tests. Herstellerdaten, redaktionelle Einordnung und leere Beobachtungsvorlage sind getrennt gekennzeichnet. Es werden weder eigene Messwerte noch ein historischer Einsatz des NH34A bei Goldgena behauptet.
Hinweis zum heutigen Betreiber: Diese Website ist kein offizieller Auftritt des früheren Goldgena-Projekts oder von CODE41. Der heutige Betreiber ist im Handel mit VSF-Replikauhren tätig und mit vsf-kaliber.de verbunden. Die Quellen sind keine Empfehlung dieses heutigen Geschäfts.