Miyota 9120: Kalender, 24-Stunden-Anzeige und Bedienung

Das Miyota 9120 verbindet eine Drei-Zeiger-Anzeige mit Datum, Wochentag, Monat und einer 24-Stunden-Anzeige. [1] Gerade bei mehreren Hilfsanzeigen lohnt sich der Blick auf die genaue Kalibernummer: Ein gemeinsames Familienblatt beschreibt nicht automatisch dieselbe Ausstattung für jede Variante.

Dieses Profil wertet die Miyota-Unterlagen aus. Es wurde keine Uhr geöffnet, vermessen oder einem Kalender-Dauertest unterzogen. Die Angaben beschreiben die Dokumentation des Werks, nicht den Zustand einer angebotenen Uhr.

Miyota 9120: acht Herstellerangaben

MerkmalDokumentierte Angabe
AnzeigenStunde, Minute, Sekunde; Datum, Wochentag, Monat und 24 Stunden
Aufzug / ZeiteinstellungAutomatik und Handaufzug; Sekundenstopp
Nenngröße / Werkhöhe13½ Linien / 5,52 mm
Frequenz28.800 Halbschwingungen/h; entsprechend 4 Hz
Lagersteine26
Gangabweichung−10 bis +30 Sekunden pro Tag; Bedingungen des Messblatts beachten
GangreserveUngefähr 40 Stunden
Hebewinkel51°
Grunddaten nach [1], Hebewinkel nach [2]. Herstellerwerte, keine eigenen Messergebnisse; Frequenzumrechnung redaktionell.

9120, 9100 und 9132: die Zeichnung richtig zuordnen

In der Übersicht des Familienblatts hat das 9120 keine Gangreserveanzeige. Die Abbildungen für Miyota 9100 und Miyota 9132 zeigen dagegen jeweils eine solche Anzeige, aber nicht dieselbe übrige Funktionskombination. [2] Eine mit „91XX“ überschriebene Bediengrafik darf deshalb nicht ungeprüft als Zifferblattplan des 9120 verwendet werden.

Die 24-Stunden-Skala allein belegt keine separat einstellbare zweite Zeitzone. In der ausgewerteten Anleitung ist dafür keine eigene Korrektur beschrieben. [3] Vor einer Verwendung als Reiseanzeige sollte die konkrete Funktion geprüft werden; die Erklärung zur Einstellung einer GMT-Uhr behandelt die Unterscheidung zwischen Orts- und Referenzzeit.

Datum, Wochentag und Monat haben unterschiedliche Korrekturen

AnzeigeKorrektur laut AnleitungNicht korrigieren laut Spezifikationsblatt
DatumKrone in Stellung B, im Uhrzeigersinn.20:30–02:00 Uhr.
WochentagKrone in Stellung B, gegen den Uhrzeigersinn.23:30–04:00 Uhr.
MonatÜber den mit D bezeichneten Korrekturknopf.Vom 31. um 22:30 Uhr bis zum 1. um 00:00 Uhr.
Korrekturen nach [3], Sperrzeiten nach [2]. Die Zeiten beziehen sich auf den eingestellten Kalender- und Zeitzustand der Uhr.

Stellung B ist der erste herausgezogene Rastpunkt. Zur Zeiteinstellung wird Stellung C benutzt; dabei ist die richtige Tageshälfte zu beachten. [3] Die Tabelle ist eine Zuordnungshilfe. Vor der Bedienung müssen die passende Uhrenanleitung und der Kalenderzustand feststehen; ein beliebiger Knopf am Gehäuse wird nicht allein aufgrund seiner Lage als Monatskorrektor identifiziert.

Die Einführung zu Datumseinstellung und Kalenderbedienung ergänzt die Grundbegriffe. Aus einem Monatszeiger folgt für sich genommen weder ein Jahreskalender noch ein ewiger Kalender. Die Fähigkeit, unterschiedliche Monatslängen selbstständig zu berücksichtigen, bräuchte einen eigenen Nachweis.

Starten und für eine Messung aufziehen sind verschiedene Aufgaben

Die Bedienungsanleitung nennt 15–20 Rechtsdrehungen in Normalstellung A als Startanweisung. Die separate Messübersicht nennt für 90/91 hingegen 40 Kronenumdrehungen als Vollaufzugsreferenz. [2–3] Diese Zahlen werden hier ihren jeweiligen Zwecken zugeordnet; aus dem ersten Anlaufen wird kein erreichter Vollaufzug abgeleitet.

Das Blatt beschreibt die Gangmessung mit Zifferblatt oben, 10–60 Minuten nach Vollaufzug. [2] Der dokumentierte Hebewinkel der Zeitwaage gehört zusammen mit Lage, Aufzug und Messdauer ins Protokoll. Eine Herstellerangabe zur Gangabweichung ist kein bereits gemessener Wert der vorhandenen Uhr.

Für einen eigenen Versuch zur Gangreserve sollten Startzustand und beobachtete Laufdauer getrennt vom Herstellerwert notiert werden. Der Artikel macht keine Aussage darüber, ob eine konkrete Uhr ihre dokumentierte Laufdauer erreicht.

Vier Fragen für Unterlagen und Beobachtungen

PrüffrageBenötigter Eintrag
Ist es tatsächlich ein 9120?Uhrenreferenz, Kaliberbeleg und dazu passende Funktionsübersicht.
Welche Anzeige wird korrigiert?Datum, Wochentag oder Monat; zugehöriges Bedienelement und Einstellzustand.
Was wurde gemessen?Gerät, Einstellungen, Aufzug, Lage, Zeitraum und Ergebnis mit Einheit.
Welche Information fehlt?Offene Frage ausdrücklich festhalten, statt sie aus der Nachbarvariante zu übernehmen.
Redaktionelle Prüfhilfe; keine vorhandenen Testdaten.

Beim Lesen eines Familien-Datenblatts zählt die Zuordnung jeder einzelnen Grafik. Ein gemeinsamer Außendurchmesser oder eine ähnliche Kalibernummer ist keine Einbau- oder Austauschfreigabe. Das Uhren-Prüfprotokoll hilft, Herstellerdaten, Beobachtungen und offene Fragen getrennt zu erfassen.

Leere Vorlage für die eigene Dokumentation

Nur belegte Angaben eintragen. Unbekannte Werte bleiben offen; Herstellerwerte und eigene Beobachtungen gehören in getrennte Felder.

1. Uhr / Referenz / Nachweis für Miyota 9120: [eintragen]
2. Quelle / Kaliberzuordnung / tatsächlich vorhandene Anzeigen: [eintragen]
3. Kalenderzustand / Tageshälfte / relevante Korrektur und Sperrzeit: [eintragen]
4. Aufzugsmethode / Messgerät / Hebewinkel / Lage / Zeitpunkt: [eintragen oder nicht gemessen]
5. Eigene Beobachtung / Dauer / Ergebnis mit Einheit: [eintragen oder nicht gemessen]
6. Offene Frage / fehlender Beleg / nächste Prüfung: [eintragen]

English summary

This Miyota 9120 profile distinguishes the functions of individual 91XX variants and the separate controls for date, weekday and month. Manufacturer restrictions and winding references remain tied to their intended uses. No independent watch test or parts-interchangeability check was performed.

Quellen und Transparenz

[1] Miyota: 9120. Produktseite mit kaliberspezifischer Funktionsliste und Grunddaten; abgerufen am 20. Oktober 2026.

[2] Miyota: Spezifikation 9100 / 9120 / 9122 / 9132 / 9133. Zweiseitiges Familienblatt. Anzeigen des 9120, drei Kalender-Sperrzeiten und Messhinweise auch im Seitenbild geprüft; kein Versionsdatum erkennbar.

[3] Miyota: Cal. 91XX Instruction Manual. Zweiseitige Familienanleitung; beim Übertragen die ausdrücklich genannten Kaliber beachten. Beide Seiten gelesen und visuell geprüft.

Redaktioneller Stand: 20. Oktober 2026. Grundlage sind die genannten Miyota-Dokumente. Insbesondere die kleinen Warnhinweise im Spezifikationsbild wurden mitgelesen. Prüffragen und Vorlage sind redaktionell; es liegen keine eigenen Gang-, Laufzeit- oder Kalenderprüfungen vor.

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