Das Miyota 9132 kombiniert eine Datumsanzeige mit Gangreserve- und 24-Stunden-Anzeige. Dazu kommen zentrale Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger. [1] Entscheidend ist die Zuordnung der Anzeigen: Die verbleibende Energie, die Tageshälfte und eine eigenständig einstellbare zweite Zeitzone sind unterschiedliche Informationen.
Dieses Profil beruht auf Herstellerunterlagen. Für den Beitrag wurde keine Uhr geöffnet oder gemessen. Es liefert eine Grundlage zum Lesen eines Angebots und zum Dokumentieren eigener Beobachtungen, keine Bewertung eines konkreten Exemplars.
Miyota 9132: acht Herstellerangaben
| Merkmal | Dokumentierte Angabe |
|---|---|
| Anzeigen | Drei zentrale Zeiger, Datum, Gangreserve und 24-Stunden-Anzeige |
| Aufzug / Zeiteinstellung | Automatik und Handaufzug; Sekundenstopp |
| Nenngröße | 13½ Linien |
| Werkhöhe | 5,52 mm |
| Frequenz | 28.800 Halbschwingungen/h; 4 Hz |
| Lagersteine | 26 |
| Gangreserve | Ungefähr 40 Stunden |
| Gangangabe | −10 bis +30 Sekunden/Tag; Messbedingungen beachten |
Gangreserve, 24 Stunden und Kalender auseinanderhalten
Die Zeichnung ordnet dem 9132 eine Gangreserveanzeige oben und eine 24-Stunden-Anzeige unten zu. Ein Wochentags- oder Monatszeiger gehört hier nicht zur dokumentierten Ausstattung. [2] Die Gangreserveanzeige sollte als eigener Anzeigenwert erfasst werden: etwa mit Uhrzeit und Foto, statt ihre Position ungeprüft in eine exakt verbleibende Laufzeit umzurechnen.
Eine unabhängig einstellbare GMT-Anzeige beschreibt MIYOTA für das 9132 in diesen Unterlagen nicht. [1, 3] Aus einem Hilfszifferblatt mit 24-Stunden-Skala allein lässt sich deshalb keine zweite Zeitzone ableiten. Welche Bedienung dafür tatsächlich nötig ist, erklärt GMT-Uhren: Ortszeit und Referenzzeit.
Die Anleitung zeigt mehrere Funktionen der 91XX-Familie auf einer gemeinsamen Illustration. Das separat behandelte Miyota 9100 hat zusätzliche Kalenderanzeigen. Eine Familienzeichnung ist kein Beleg, dass auch jede 9132-Uhr einen Monatsdrücker oder eine Wochentagsverstellung besitzen muss.
Drei Kronenstellungen und eine wichtige Sperrzeit
| Stellung | Funktion beim 9132 | Hinweis |
|---|---|---|
| A: Normalstellung | Von Hand im Uhrzeigersinn aufziehen | Die Anleitung nennt 15–20 Umdrehungen zum Anlaufen. |
| B: erster Rastpunkt | Datum durch Drehen im Uhrzeigersinn korrigieren | Keine Datumsschnellkorrektur zwischen 20:30 und 02:00 Uhr. |
| C: zweiter Rastpunkt | Uhrzeit stellen | Vormittag und Nachmittag richtig zuordnen; die 24-Stunden-Anzeige mitprüfen. |
Die Anlaufangabe ist kein Nachweis des Vollaufzugs. Für die 90/91-Familie nennt das Messblatt 40 Kronenumdrehungen als Vollaufzugsreferenz. [2–3] Daraus entsteht keine tägliche Pflicht und keine Aufforderung, gegen ungewöhnlichen Widerstand weiterzudrehen. Die passende Anleitung der fertigen Uhr und die Hinweise zum Aufziehen einer Automatikuhr bleiben maßgeblich.
Vor einer Kalenderkorrektur muss der tatsächliche Vormittags-/Nachmittagszustand klar sein. Wenn die Uhrzeit unklar ist, sollte zunächst nach der passenden Uhrenanleitung ein eindeutig zulässiger Zustand hergestellt werden. Eine scheinbar passende reale Tageszeit reicht nicht aus. Weitere Einordnung: Datum einer mechanischen Uhr einstellen.
Vier Punkte für nachvollziehbare Beobachtungen
| Prüffrage | Zu dokumentieren |
|---|---|
| Welche Uhr liegt vor? | Uhrenreferenz, Beleg für das 9132 und die tatsächlich vorhandenen Anzeigen. |
| Wie wurde gestartet? | Aufzugsmethode, Startzeit und Stand der Gangreserveanzeige; Anlaufen und Vollaufzug getrennt. |
| Wie wurde gemessen? | Gerät, Frequenz, Hebewinkel, Lage und Zeitpunkt nach dem Aufziehen. |
| Was wurde beobachtet? | Einzelwert mit Einheit, Dauer und Bedingungen; Laufzeit und Anzeigenstand getrennt erfassen. |
Das Datenblatt nennt 51° Hebewinkel. Die Gangmessung erfolgt dort 10–60 Minuten nach Vollaufzug mit Zifferblatt oben; für die Lageabweichung werden zusätzlich 6 Uhr, 9 Uhr und 3 Uhr oben herangezogen. [2] Den Hebewinkel an der Zeitwaage korrekt einzutragen ist etwas anderes, als einen pauschalen Grenzwert für eine gesunde Uhr festzulegen.
Für einen eigenen Laufversuch sollten Beginn, Aufzug und Stillstand getrennt notiert werden. Das Vorgehen zum Messen der Gangreserve hilft dabei. Ein einzelner solcher Versuch belegt noch keine allgemeine Serienstreuung oder dauerhafte Alltagstauglichkeit; im Uhren-Prüfprotokoll bleibt der Umfang der Beobachtung sichtbar.
Leere Vorlage für die eigene Dokumentation
Nur belegte Angaben eintragen. Unbekannte Werte bleiben offen; Herstellerwerte und eigene Beobachtungen gehören in getrennte Felder.
1. Uhr / Referenz / Nachweis für Kaliber 9132: [eintragen] 2. Vorhandene Anzeigen / passende Uhrenanleitung: [eintragen] 3. Aufzug / Startzeit / Stand der Gangreserveanzeige: [eintragen] 4. Gerät / Frequenz / Hebewinkel / Lage / Zeitpunkt: [eintragen oder nicht gemessen] 5. Eigene Werte / Einheit / Dauer / Bedingungen: [eintragen oder nicht gemessen] 6. Quellenstand / offene Fragen / weitere Prüfung: [eintragen]
English summary
The Miyota 9132 combines date, power-reserve and 24-hour indications. The family documents do not describe independent GMT adjustment for this calibre. Follow the date-correction restriction and separate starting the movement from full winding. This is a manufacturer-document profile, not a hands-on test.
Quellen und Transparenz
[1] MIYOTA: 9132, Produktseite. Funktionen und Grunddaten; abgerufen am 20. Oktober 2026.
[2] MIYOTA: 9100 / 9120 / 9122 / 9132 / 9133, Specification. Zwei Seiten einschließlich Abbildungen: Varianten, Sperrzeiten, Hebewinkel und Messbedingungen. Kein Versionsdatum im Dokument erkennbar.
[3] MIYOTA: Cal. 91XX, Instruction Manual. Gemeinsame Anleitung; Funktionen und Kronenstellungen sind der jeweiligen Variante zuzuordnen. Kein Versionsdatum im Dokument erkennbar.
Redaktioneller Stand: 20. Oktober 2026. Die Herstellerangaben wurden den verlinkten Unterlagen einschließlich der Abbildungen entnommen. Die Prüffragen und die leere Vorlage sind redaktionelle Hilfen. Es liegen keine eigenen Messwerte zur Laufzeit, Ganggenauigkeit oder Anzeigeabweichung vor.
Hinweis zum heutigen Betreiber: Diese Website ist kein offizieller Auftritt des früheren Goldgena-Projekts oder von CODE41. Der heutige Betreiber ist im Handel mit VSF-Replikauhren tätig und mit vsf-kaliber.de verbunden. Die Quellen sind keine Empfehlung dieses heutigen Geschäfts.