Miyota 8N24: Skelettwerk, Sekundenstopp und technische Daten

Das Miyota 8N24 ist ein skelettiertes Automatikwerk mit Handaufzug und drei zentralen Zeitzeigern. Die aktuell gelesene MIYOTA-Produktseite nennt außerdem einen Sekundenstopp. [1] Sichtbare Mechanik und dokumentierte Funktionen sollten getrennt bewertet werden: Die offene Gestaltung ist noch kein Nachweis einer besonderen Gangqualität oder handwerklichen Finissierung.

Dieses Profil wertet Herstellerunterlagen aus. Es wurde weder ein eigenes 8N24 gemessen noch eine konkrete Uhr geöffnet. Gerade bei einem älteren Exemplar muss die tatsächlich verbaute Ausführung gesondert bestätigt werden.

Miyota 8N24: acht Angaben mit Quellenbezug

MerkmalHerstellerangabe
FunktionenAutomatik, Handaufzug, drei Zeitzeiger, Skelettbauweise; aktueller Produkteintrag mit Sekundenstopp
Größe / Durchmesser in der Spezifikationsskizze11½ Linien / Ø 26,00 mm
Werkhöhe5,55 mm
Frequenz21.600 Halbschwingungen/h; 3 Hz
Lagersteine21
LaufzeitUngefähr 42 Stunden
Gangangabe−20 bis +40 Sekunden pro Tag
Hebewinkel49°
Quellen [1–2]. Hz redaktionell umgerechnet; Werkmaße sind keine fertigen Uhrenmaße oder Einbaufreigabe.

Skelettiert heißt sichtbar – nicht automatisch hochwertiger

MIYOTA bezeichnet das 8N24 ausdrücklich als Skelettwerk. [1] Für die Einordnung ist entscheidend, was tatsächlich freigelegt wird. Die Begriffe Skelettuhr und Open Heart sollten nicht allein aus einem runden Zifferblattausschnitt abgeleitet werden. Ein Blick auf die Unruh beweist insbesondere keinen Tourbillon-Mechanismus.

Wer die Ausführung beurteilen möchte, sollte zuerst eine konkrete Frage formulieren: Geht es um die Erkennbarkeit der Zeiger, die Bearbeitung einer Kante oder das Gangverhalten? Ein Foto kann eine Oberflächenbeobachtung dokumentieren, aber keinen Laufzeittest ersetzen. Umgekehrt beschreibt ein guter Gangwert nicht die Qualität jeder sichtbaren Fläche.

BeobachtungWas sie allein nicht belegt
Große Öffnungen und sichtbare RäderKeine bestimmte Ganggenauigkeit oder Lebensdauer
Glänzende Kanten oder farbige FlächenKeine handwerkliche Bearbeitungsmethode ohne weiteren Nachweis
Sichtbare UnruhbewegungKeinen Tourbillonkäfig
Sekundenstopp im aktuellen ProdukteintragKeine lückenlos belegte Ausstattung aller älteren Exemplare
Redaktionelle Grenzen der Aussagekraft; keine Mängelliste und kein Ergebnis einer eigenen Prüfung.

Bei Fragen zur Finissierung eines Uhrwerks sollten sichtbares Ergebnis und behauptetes Verfahren getrennt notiert werden. Aussagekräftig wären zugeordnete Detailbilder oder Herstellerauskünfte zur konkreten Ausführung. Eine allgemeine Produktaufnahme genügt nicht als Beleg für Handarbeit.

Sekundenstopp: aktueller Nachweis, offene Versionsfrage

Die aktuelle Produktseite führt einen Sekundenstopp auf. Die kurze Bedienungsanleitung beschreibt dagegen vor allem das Herausziehen in die erste Raststellung und das Einstellen von Stunde und Minute; sie datiert keine technische Umstellung. [1, 3] Aus dieser unterschiedlichen Detailtiefe lässt sich kein bestimmtes Einführungsjahr ableiten.

Für eine vorhandene Uhr lautet die praktische Frage deshalb: Ist die Funktion für genau dieses Exemplar dokumentiert oder beobachtet? Die Hinweise unter Sekundenstopp prüfen und nutzen helfen bei der Zuordnung. Eine Abweichung von der aktuellen Produktseite ist zunächst zu klären und nicht automatisch ein Beweis für Defekt oder falsche Herkunft.

Aufziehen und Zeit einstellen

Laut Anleitung wird das 8N24 in der Normalstellung durch Drehen der Krone im Uhrzeigersinn von Hand aufgezogen. In der ersten Raststellung werden Stunde und Minute eingestellt, anschließend wird die Krone zurückgedrückt. [3] Eine zusätzliche Datumskorrektur ist in den gelesenen Unterlagen nicht vorgesehen.

Das kurze Anlaufenlassen und ein vorbereiteter Test sind zwei verschiedene Vorgänge. Die Spezifikation nennt für die Serie 82/8N vierzig Kronenumdrehungen zur Vollaufzugsvorbereitung. [2] Bei der fertigen Uhr ist zusätzlich deren eigene Kronenbedienung zu beachten. Der Leitfaden Automatikuhr aufziehen ordnet Startaufzug und regelmäßige Nutzung ein.

Wer die Gangreserve misst, hält die tatsächlich verwendete Vorbereitung und jede Bewegung während des Versuchs fest. Ungefähr 42 Stunden sind hier eine Herstellerangabe, keine Zusage für ein unbekanntes Exemplar und kein bereits bestätigtes Testergebnis.

Messbedingungen und Einbaugrenzen dokumentieren

MIYOTA nennt für die Gangmessung Zifferblatt oben und 10–60 Minuten nach Vollaufzug. Die Lageabweichung wird gesondert mit vier Positionen beschrieben: Zifferblatt oben sowie 6, 9 und 3 Uhr oben. [2] Eine einzelne Aufnahme kann diese Lageprüfung nicht ersetzen. Der Hebewinkel an der Zeitwaage wird ebenfalls im Protokoll festgehalten.

Die Maßangaben allein beantworten keine Frage nach einem passenden Gehäuse. MIYOTA weist bei den Abständen auf den Einfluss von Glas, Gehäuseaufbau und Zeigerlänge hin. [2] Für einen Uhrwerktausch müssen deshalb die konkrete Zeichnung und die vorgesehene Kombination geprüft werden. Dieses Profil bestätigt keine Austauschbarkeit mit 8215, NH- oder anderen Skelettwerken.

Leere Vorlage für die eigene Dokumentation

Nur belegte Angaben eintragen. Unbekannte Werte bleiben offen; Herstellerwerte und eigene Beobachtungen gehören in getrennte Felder.

1. Uhr / Referenz / belegte Werkbezeichnung und Ausführung: [eintragen]
2. Herstellerunterlage / Version oder Abrufdatum: [eintragen]
3. Sekundenstopp: dokumentiert / beobachtet / ungeklärt: [eintragen]
4. Sichtbare Gestaltung / behauptete Bearbeitung / Beleg: [getrennt eintragen]
5. Aufzug / Zeitwaage / Hebewinkel / Lage / Messzeitpunkt: [eintragen]
6. Eigene Gang- oder Laufzeitwerte / offene Einbaufrage: [eintragen oder nicht geprüft]

English summary

The Miyota 8N24 is a skeleton automatic movement. The current product page lists stop seconds, but these sources do not date a change or establish the configuration of every older watch. Visible finishing, timekeeping and fit require separate evidence. No physical sample was tested.

Quellen und Transparenz

[1] MIYOTA: 8N24, Produktseite. Aktuell dokumentierte Funktionen, Sekundenstopp und Grunddaten.

[2] MIYOTA: 8N24, Spezifikation. Zwei Seiten; Maße, Hebewinkel, Messbedingungen und Vollaufzugsvorbereitung.

[3] MIYOTA: Cal. 8N24, Instruction manual. Eine Seite; Handaufzug und Zeiteinstellung in der ersten Raststellung.

Redaktioneller Stand: 20. Oktober 2026. Quellenabruf: 20. Oktober 2026. Produktseite, zweiseitige Spezifikation und einseitige Anleitung stammen von MIYOTA; die PDF-Seiten wurden auch visuell geprüft. Die Versionsgrenzen und Prüffragen sind redaktionelle Einordnungen. Keine eigenen Messungen oder Einbauversuche.

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