Miyota 9100: Kalender, 24-Stunden- und Gangreserveanzeige

Das Miyota 9100 kombiniert zentrale Zeitzeiger mit Datum, Wochentag, Monat, 24-Stunden-Anzeige und Gangreserveanzeige. Automatik, Handaufzug und Sekundenstopp sind dokumentiert. [1–3] Mehrere Hilfsanzeigen machen es aber nicht automatisch zu einem Chronographen oder einer Uhr mit unabhängig einstellbarer zweiter Zeitzone.

Dieses Profil erklärt die Funktionen anhand von MIYOTA-Unterlagen. Eine konkrete Uhr wurde nicht untersucht; die folgenden Werte sind Herstellerangaben und keine eigenen Messergebnisse.

Miyota 9100: acht technische Angaben

MerkmalHerstellerangabe
GrundfunktionAutomatik und Handaufzug; Sekundenstopp
Durchmesser30,20 mm
Werkhöhe5,52 mm
Frequenz28.800 Halbschwingungen/h; 4 Hz
Lagersteine26
LaufzeitUngefähr 40 Stunden
Gangangabe−10 bis +30 Sekunden pro Tag
Hebewinkel51°
Quellen [1–2]. Hz redaktionell umgerechnet; keine Zusage für jede fertige Uhr unter beliebigen Bedingungen.

Hilfsanzeigen lesen, ohne zusätzliche Funktionen zu erfinden

Anzeige / ElementDokumentierte FunktionGrenze der Einordnung
24-Stunden-Zeiger24-Stunden-Anzeige [1–3]Die Anleitung weist keine unabhängige Zeitzonenverstellung aus.
Monat und WochentagKalenderanzeigen; Monat über Korrektor D [3]Daraus folgt kein belegter Jahres- oder ewiger Kalender.
GangreserveanzeigeAnzeige der verbleibenden Reserve [1–3]Die Anzeige ersetzt keine eigene Laufzeitmessung.
Die Funktionszuordnung stammt aus den Herstellerunterlagen; die Grenzen sind redaktionelle Schlussfolgerungen daraus.

Ein Chronograph benötigt eine ausdrücklich dokumentierte Stoppfunktion. Der hier gezeigte Monatskorrektor ist kein Start-/Stoppdrücker. Ebenso sollte eine 24-Stunden-Skala nicht ohne Bediennachweis wie eine GMT-Funktion behandelt werden. Für die Energieanzeige erläutert Gangreserveanzeige verstehen den Unterschied zwischen Anzeige und geprüftem Ablauf.

Datum, Wochentag und Monat haben unterschiedliche Bedienwege

In Kronenstellung B wird das Datum im Uhrzeigersinn und der Wochentag gegen den Uhrzeigersinn korrigiert. Stellung C dient der Zeiteinstellung; der Monat wird mit Korrektor D eingestellt. [3] Diese Zuordnung gilt für das in der Anleitung genannte 9100, nicht pauschal für jedes auf dem gemeinsamen Blatt abgebildete Kaliber.

KorrekturNicht korrigieren während dieser angezeigten Zeit
Datum20:30–02:00 Uhr
Wochentag23:30–04:00 Uhr
MonatAm Monatswechsel: vom 31. um 22:30 Uhr bis zum 1. um 00:00 Uhr
Sperrzeiten aus der Grafik auf Seite 1 von [2]. Sie beziehen sich auf die Stellung des Werkes beziehungsweise Kalenders, nicht auf die Uhrzeit eines anderen Gerätes.

Vor einer Korrektur müssen Zeitstellung, Kalendertag und Bedienung des konkreten Uhrenmodells klar sein. Die Hinweise unter Datum einstellen helfen bei dieser Vorbereitung. Bei unklarer Zuordnung oder Widerstand nicht mit Kraft weiterdrehen oder drücken. Die einzelne Angabe zum Monatswechsel ist keine allgemeine Freigabe für andere Kalenderkorrekturen.

Startaufzug ist nicht gleich Vollaufzug

Die Anleitung nennt 15–20 Kronenumdrehungen im Uhrzeigersinn in Stellung A, bis die Sekunde anläuft. [3] Das Spezifikationsblatt nennt dagegen für die Serie 90/91 vierzig Umdrehungen zur Vollaufzugsvorbereitung. [2] Diese beiden Angaben haben unterschiedliche Zwecke und dürfen nicht gegeneinander ausgetauscht werden.

Für einen eigenen Versuch nach Gangreserve messen werden die tatsächlich verwendete Vorbereitung, Startzeit und spätere Bewegung notiert. Die Angabe von ungefähr 40 Stunden ist kein hier bestätigtes Ergebnis. Wer die Anzeige zusätzlich beobachtet, kann ihren Stand getrennt von der seit dem Start verstrichenen Zeit erfassen.

Messung, Version und Einbau getrennt prüfen

Für die Gangmessung nennt MIYOTA Zifferblatt oben und 10–60 Minuten nach Vollaufzug. Die Lageabweichung wird gesondert in vier Positionen beschrieben: Zifferblatt oben sowie 6, 9 und 3 Uhr oben. [2] Die Einstellung des Hebewinkels an der Zeitwaage gehört neben Gerät, Lage und Zeitpunkt ins Protokoll.

Die gemeinsame Spezifikation zeigt mehrere 91xx-Kaliber mit unterschiedlichen Anzeigen. Daher muss stets die tatsächlich benannte Ausführung gelesen werden. Für einen Uhrwerktausch reichen eine ähnliche Familiennummer oder die Anzahl sichtbarer Zeiger nicht aus. Zifferblatt, Zeiger, Korrektor, Welle und Gehäuse müssen als Kombination geprüft werden.

Das Uhren-Prüfprotokoll ergänzt die folgende Kurzvorlage. Beobachtete Funktionen und Herstellerdaten bleiben getrennt; unbekannte Eigenschaften werden nicht aus Fotos oder Modellnamen ergänzt.

Leere Vorlage für die eigene Dokumentation

Nur belegte Angaben eintragen. Unbekannte Werte bleiben offen; Herstellerwerte und eigene Beobachtungen gehören in getrennte Felder.

1. Uhr / Referenz / belegtes Kaliber / passende Anleitung: [eintragen]
2. Zuordnung der Anzeigen / Krone A-B-C / Monatskorrektor D: [eintragen]
3. Angezeigte Zeit und Kalendertag / beachtete Sperrzeit: [eintragen]
4. Startaufzug oder Vollaufzugsvorbereitung / tatsächliches Verfahren: [eintragen]
5. Gerät / Hebewinkel / Lage / Zeitpunkt / Ergebnis mit Einheit: [eintragen oder nicht gemessen]
6. Reserveanzeige / gemessene Laufzeit / offene Fragen: [getrennt eintragen]

English summary

The Miyota 9100 has calendar, 24-hour and power-reserve displays. These should not be confused with a chronograph or independently adjustable GMT function. The manufacturer gives different correction restrictions for date, weekday and month. Startup winding and full-wind preparation also serve different purposes. No physical sample was tested.

Quellen und Transparenz

[1] MIYOTA: 9100, Produktseite. Funktionen, Höhe, Frequenz, Lagersteine, Laufzeit und Gangangabe.

[2] MIYOTA: Spezifikation 9100 / 9120 / 9122 / 9132 / 9133. Zwei Seiten; Abmessungen, modellspezifische Anzeigen, Kalendersperrzeiten und Messbedingungen.

[3] MIYOTA: Cal. 91XX, Instruction manual. Zwei Seiten; Krone A/B/C, Monatskorrektor D und Startaufzug. Modellzuordnung beachten.

Redaktioneller Stand: 20. Oktober 2026. Quellenabruf am 20. Oktober 2026. Eine MIYOTA-Produktseite und zwei zugehörige PDF-Unterlagen wurden gelesen; beide PDF-Dateien wurden auch visuell geprüft. Die Funktionsgrenzen und Vorlage sind redaktionelle Einordnungen. Eigene Messungen oder eine Teilekompatibilitätsprüfung wurden nicht durchgeführt.

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